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| yoga und menopause | |
| Die Menopause teilt sich in drei Phasen auf:
a. Prämenopause
b. Menopause
c. Postmenopause
Wenn wir im Allgemeinen von der Menopause sprechen, meinen wir die Prämenopause.
In dieser Phase erleben fast alle Frauen veränderte körperliche und seelische Zustände in
mehr oder weniger starkem Maße. Körperliche Symptome sind "fliegende Hitze",
nächtliche Schweißausbrüche, häufigere oder stärkere Monatsblutungen als normal,
Gewichtszunahme, beginnende Osteoporose u.a. Auf der psychischen Ebene kann es zu
Stimmungsschwankungen, Depression, Schlaflosigkeit u.a. kommen.
Yoga und Menopause
(Im folgenden wird auf eine genauere Erklärung der Asanas verzichtet, da es
für Anfängerinnen unbedingt nötig ist, sich die Übungen von einer Lehrerin zeigen zu lassen.)
Yoga reduziert die Wirkung der o.g. Symptome, da er das System der endokrinen
Drüsen (Hormondrüsen) ausgleicht, die Nerven beruhigt und den Organismus
kühlt. Voraussetzung dafür ist die Art und Weise, in der die Asanas (Körperübungen)
ausgeführt werden.
Unterstützte Rückwärtsbeugen sollten aufgrund ihrer Wirkung auf das endokrine
System ein wichtiger Bestandteil des täglichen Übens sein. Sie fördern die Tätigkeit
der Nebennieren und lassen den Östrogenspiegel ansteigen. Sie wirken gegen
Stimmungsschwankungen, Depression und beruhigen die Nerven. Besonders
effektiv sind Setu Bandha Sarvangasana und Dvi Pada Viparita Dandasana,
z.B. über Polster oder von der Bettkante.
Osteoporose
Ob Osteoporose nun eine Folgeerscheinung der Menopause oder eines
ungesunden Lebenswandels ist, darüber variieren die Meinungen. Sicher ist,
dass während der Jahre nach der Menstruationszeit der herabgesetzte
Östrogenspiegel den Verlust der Knochensubstanz beschleunigt. Sicher ist
auch, dass Aktivitäten, bei denen die Knochen durch Gewicht belastet oder
durch die Muskeln bewegt werden, den Knochenaufbau anregen. Genau hier
kommt das Üben von Asanas wortwörtlich zum Tragen. Positionen, bei denen
das Gewicht durch die Arme und die obere Wirbelsäule getragen wird, wie
etwa bei Adho Mukha Svanasana (Hund) und allen Umkehrstellungen, halten
die obere Wirbelsäule kräftig. Diese Übungen für den oberen Körper wirken
gegen die altersbedingte Verkrümmung der Wirbelsäule. Sie beugen auch
den bei Osteoporose typischen haarfeinen Wirbelbrüchen vor. Standpositionen
und andere Asanas, die starke Beinarbeit erfordern, üben einen knochenstärkenden
Effekt auf das Becken und die untere Wirbelsäule aus.
Bei bereits vorhandener Osteoporose ist unbedingt darauf zu achten, die Knochen
nicht zu stark zu belasten, also mit Unterstützung von Hilfsmitteln zu arbeiten.
Adho Mukha Svanasana kann z.B. in den Seilen geübt werden, Umkehrstellungen
sollten so gestaltet sein, dass die Halswirbelsäule möglichst wenig belastet
wird, die Standpositionen können an der Wand und/oder mit Hilfe eines Stuhles
ausgeführt werden.
Zuerst haben wir oft Angst vor Veränderung, rennen vor ihr davon, verleugnen sie,
wollen alles so lassen, wie es ist. Wenn wir ein tieferes Verstehen entwickeln,
erkennen wir, dass alles sich permanent ändert, und wir können die Menopause
als Möglichkeit sehen, in unserer Achtsamkeit uns selbst und dem Leben
gegenüber zu wachsen. Die Yogaübungen können nicht nur die körperlichen
Aspekte der Menopause erleichtern, sondern uns auch zu einer spirituellen
Entwicklung inspirieren. In Kulturen, in denen das Alter geachtet und die
Frauen geehrt werden, ist die Menopause Durchgang zu einem höheren Ansehen,
die Frauen gehören nun zu den "Älteren", die mit ihrer Weisheit und Erfahrung
das Leben der Gemeinschaft leiten.
Quellen: Claudia Böhm, Yogalehrerin |
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