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Yoga ( Yujir = anjochen; Yuj = zügeln ) stellt einen eigenständigen
Erkenntnisweg der indischen Geistesgeschichte dar und lässt sich in
seinen Ursprüngen mehrere tausend Jahre zurückverfolgen. In all
seinen Spielarten, von den Veden über Patanjali bis hin zum Werk BKS
Iyengars, geht es im Grundsatz um einen Weg von außen nach innen,
um Techniken der Selbstbefreiung von Illusion und Unwissenheit
mittels leidenschaftlicher Suche des Einzelnen nach einer Verbindung,
bzw. Vereinigung mit einem größeren Ganzen.
Wurden im alten Indien eher asketisch-magische Yogapraktiken bevorzugt,
so steht heute, neben Meditation, Atem- und Reinigungsübungen, weltweit
für Millionen von Übenden der menschliche Körper, das Asana, die
Körperpose im Zentrum der spirituellen Aufmerksamkeit.
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